Rabenmutter

Ich bin eine Rabenmutter, weil…

… ich mir morgens schon mal mit einem: “Im Speiseschrank stehen Kekse.” eine halbe Stunde mehr Schlaf erbeutet habe, wenn der Sohn um halb 6 “Mama, die Sonne scheint!” krächzend ins Schlafzimmer hüpfte.

… weil ich einfach mal nicht hinhöre und -sehe, wenn der Sohn das Badezimmer “putzt” – inklusive aller auffindbaren Zahnbürsten, Rasierer, Rasierschaum, unentwegt laufenden Wasserhahn (ja, ich weiß. Wasserknappheit in bestimmten Erdteilen und so…) und verwüstetem Toilettenpapier. Nur, damit ich in Ruhe einen Kaffee trinken kann.

… weil ich den Sohn regelmäßig dazu zwinge, mit mir spazieren zu gehen. Oder überhaupt mal draußen zu spielen. Letztens fragte mich ein Kind: “Können wir draußen spielen?” – Da zuckte ich regelrecht zusammen, MEIN Sohn hat mich noch NIE sowas gefragt. Er ist ein Stubenhocker durch und durch.

… weil ich dem Sohn ein großes Playmobil Piraten Schiff gekauft habe, nach einer Impfung. Ich sagte ihm im Vorfeld, er bekäme es, wenn er eine Spritze bekommen hätte. Ich tat es aus reinstem Selbstschutz: Es gibt nichts Schlimmeres, als ein um sein Leben brüllendes und um sich schlagendes Kleinkind, wenn der Arzt mit der Spritze kommt…. das mit der Impfung hat dann auch erstaunlich gut geklappt.

… weil es hier regelmäßig “Mamazeiten” gibt, in denen ich dem Kind ganz klar sage: “Jetzt hab ich eine Pause, in der ich mich kurz mit einem Tee an den Schreibtisch setze.” Er darf dann mit seinem Spielzeug spielen, aber nicht mit mir – ich hab dann eben Zeit für mich.

Und so weiter und so fort… 😉 über den pädagogischen Gehalt dieser Maßnahmen müssen wir uns nicht streiten, ich bin ein ganz großer Freund von pädagogisch wertvollem Blödsinn.